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| Thomas R. Cech |
Thomas R. CechThomas "Tom" R. Cech ( - 8. Dezember 1947 in Chicago, USA) ist Leiter einer Forschungsgruppe an der University of Colorado in Boulder. Er erhielt 1989 zusammen mit Sidney Altman den Chemie-Nobelpreis für seine Arbeiten über selbst-spleißende RNA.
T. Cech studierte Chemie und schloß sein Studium mit dem Doktortitel (Ph.D.) der University of California in Berkeley ab, unmittelbar danach ging er an das Massachusetts Institute of Technology. Seine erste Professorenstelle erhielt Tom Cech an der University of Colorado in Boulder, wo er auch heute noch ein Forschungslabor leitet.
Wissenschaftliche Arbeiten
Das wissenschaftliche Interesse von T. Cech betrifft zum einen das Processing von RNA, also die Reifungsschritte vom primären Transkript hin zur funktionalen RNA. Die zentrale Entdeckung war dabei im Jahr 1982 der Nachweis der Fähigkeit der ribosomalen RNA aus dem Ciliat Tetrahymena thermophila ein in der großen rRNA enthaltenes Intron ohne Mitwirkung eines Proteins zu entfernen. Damit war erstmalig der Nachweis eines "Selbstspleißens" ("self-splicing") gelungen.
Ein weiteres Forschungsgebiet betrifft die Struktur und Funktion der Telomere, wo ein spezielles Enzym, die Telomerase für die Bildung der Enden von linearen Chromosomen verantwortlich ist.
Für seine wissenschaftlichen Arbeiten hat Tom Cech neben dem Chemie-Nobelpreis noch mehrere weitere Auszeichnungen erhalten, er ist unter anderem Mitglied der National Academy of Sciences der USA und der American Academy of Arts and Sciences. Seit dem Jahr 2000 ist er Präsident des Howard Hughes Medical Institute.
Weblinks
- http://nobelprize.org/chemistry/laureates/1989/cech-autobio.html
- http://cechlab.colorado.edu/
- http://www.hhmi.org/research/investigators/cech.html
Cech, Thomas R.
Cech, Thomas R.
Cech, Thomas R.
Cech, Thomas R.
Cech, Thomas R.
8. DezemberDer 8. Dezember ist der 342. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 343. in Schaltjahren) – somit bleiben 23 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1914 – Im Seegefecht bei den Falklandinseln wird das deutsche Ostasiengeschwader unter Graf Spee von den Briten vernichtet
- 1925 – Das Buch "Mein Kampf" von Adolf Hitler erscheint.
- 1941 – Einen Tag nach dem Angriff auf Pearl Harbor erklären die USA und Kanada Japan den Krieg.
- 1941 – Das erste Vernichtungslager im Rahmen der Endlösung der Judenfrage nimmt im Dorf Chelmno im Wartheland den Betrieb auf.
- 1955 – Der Europarat beschließt sein Emblem: Eine blaue Fahne mit zwölf goldenen Sternen.
- 1978 – Dominica wird ein Mitglied der Vereinten Nationen.
- 1980 – John Lennon wird in New York auf offener Straße erschossen.
- 1984 – In Österreich beginnen Umweltaktivisten mit der Besetzung der Hainburger Au, um deren Zerstörung durch ein geplantes Wasserkraftwerk zu verhindern.
- 1986 – Australien unterzeichnet den Vertrag von Rarotonga, womit der Südpazifik zur atomwaffenfreien Zone wird.
- 1987 – Beginn der ersten Intifada
- 1987 – Michail Gorbatschow und Ronald Reagan unterzeichnen den INF-Vertrag über den vollständigen Abbau aller nuklearen Mittelstreckenwaffen.
- 1991 – Die Staatsoberhäupter von Russland, Weißrussland und der Ukraine beschließen das offizielle Ende der Sowjetunion und gründen die GUS.
- 1994 – Äthiopien erhält eine neue Verfassung, die u. A. den neun Regionen das Recht zur Unabhängigkeit einräumt.
- 1994 – In Namibia erringt die SWAPO bei den Parlamentswahlen 53 von 72 Sitzen.
- 2001 – Verabschiedung des "EU-Japan-Action-Plans"
- 2003 – Simbabwe tritt aus dem Commonwealth aus, nachdem die internationale Kritik an der Politik Robert Mugabes zu heftig geworden ist.
- 2004 – 12 südamerikanische Staaten unterzeichenen die Erklärung von Cuzco (Gründung der Südamerikanischen Staatengemeinschaft)
- 2004 – Dimebag Darrell, Gitarrist der amerikanischen Band Damageplan, und vier weitere Personen werden bei einem Konzert in Ohio erschossen.
Wirtschaft
- 1995 – Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Venezuela
Wissenschaft, Technik
Kultur
- 1852 – Das Lustspiel "Die Journalisten", von Gustav Freytag, wird in Breslau uraufgeführt.
- 1877 - Uraufführung der Oper Heinrich der Löwe von Edmund Kretschmer in Leipzig.
- 1906 - Uraufführung der Oper Moloch von Max von Schillings an der Hofoper in Dresden.
- 1926 - Uraufführung der Oper A Witch of Salem von Charles Wakefield Cadman in Chicago.
- 1931 - Uraufführung der Oper The Christmas Rose von Frank Bridge in London.
- 1985 – Die erste Folge der ersten deutschen Seifenoper, der Langzeitfernsehserie "Lindenstraße", wird von der ARD ausgestrahlt.
Religion
- 1854 – Papst Pius IX. verkündet mit seinem Schreiben "Ineffabilis Deus" das Dogma der Unbefleckte Empfängnis Mariae, was bedeutet, dass Maria selbst ohne Erbsünde geboren wurde.
- 1965 – Das Zweite Vatikanische Konzil geht zu Ende.
Katastrophen
- 1963 – Elkton, Maryland, USA. Eine Boeing 707 der PanAm, aus Baltimore kommend, wird kurz vor dem Landeanflug in Philadelphia von einem Blitz getroffen, der den Treibstoff in den Tragflächentanks in Brand setzt und die Maschine in der Luft explodieren lässt. Alle 81 Menschen an Bord sterben.
- 1966 – Die griechische Fähre "Iraklion" sinkt nördlich von Mílos, wobei 241 Menschen ertrinken.
- 1969 – Athen: Absturz einer Douglas DC-6B der griechischen Olympic Airways.
- 1972 – Chicago, Illinois: Eine Boeing 707 der United Airlines auf dem planmäßigen Flug von Washington (D.C.) kommend, stürzt kurz vor der Landebahn ab. 45 Menschen sterben, zwei davon vom Bodenpersonal. 18 Passagiere können gerettet werden.
- 1988 – über der Innenstadt von Remscheid stürzt ein US-Jagdflugzeug vom Typ Thunderbolt II A 10 ab und reißt eine 300 m breite Schneise in das Gebiet. Bilanz: 6 Tote und um die 50 teilweise schwer Verletzte. Beim Absturz mutmaßlich freigesetztes Uran 238 sorgt noch heute für eine erhöhte Sterblichkeitsrate durch Krebs.
Sport
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1949 – Fernando Teruzzi und Severine Rigoni gewinnen in Berlin das erste Sechs-Tage-Rennen seit dem Zweiten Weltkrieg.
- 2001 – Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Ross Puritty in der Arena Oberhausen, Oberhausen, Deutschland, durch technischen KO.
Geboren
Deutschland
Deutschland
Deutschland
- 65 v. Chr. – Horaz, römischer Dichter
- 1542 – Maria Stuart, schottische Königin
- 1621 – Maximilian Heinrich von Bayern, Erzbischof von Köln
- 1626 – Christine von Schweden, schwedische Königin
- 1642 – Johann Christoph Bach, deutscher Komponist
- 1685 – Johann Maria Farina, italienischer Parfumeur
- 1708 – Franz I. Stephan, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation
- 1730 – Johannes Hedwig, deutscher Arzt und Botaniker
- 1731 – František Xaver Dušek, tschechischer Komponist
- 1756 – Maximilian Franz von Österreich, Erzherzog von Österreich und Erzbischof von Köln
- 1774 – Georg Cancrin, russischer General
- 1813 – Adolph Kolping, deutscher Priester und Sozialpolitiker
- 1815 – Adolph von Menzel, deutscher Maler
- 1826 – Friedrich Siemens, deutscher Industrieller
- 1832 – Bjørnstjerne Bjørnson, norwegischer Erzähler und Dramatiker
- 1845 – Herbert Allen Gines, britischer Sinologe
- 1857 – Johann Albrecht zu Mecklenburg, Regent von Braunschweig
- 1861 – Aristide Maillol, französischer Bildhauer, Maler und Grafiker
- 1861 – Georges Méliès, französischer Filmregisseur
- 1864 – Camille Claudel, französische Bildhauerin
- 1865 – Jean Sibelius, finnischer Komponist
- 1865 – Jacques Salomon Hadamard, französischer Mathematiker
- 1886 – Diego Maria Rivera, mexikanischer Maler
- 1890 – Bohuslav Martinů, tschechischer Komponist
- 1891 – Albert Salomon, deutsch-jüdischer Soziologe
- 1894 – James Thurber, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1902 – Wilfredo Lam, kubanischer Maler
- 1905 - Helene Junker, deutsche Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 1906 – Richard Llewellyn, britischer Schriftsteller
- 1907 - Tony Aubin, französischer Komponist
- 1911 – Lee J. Cobb, US-amerikanischer Schauspieler
- 1912 – Jura Soyfer, österreichischer Schriftsteller, Dramatiker und Kabarettautor
- 1914 - Floyd Tillman, US-amerikanischer Country-Sänger und Songwriter
- 1915 - Ernest Lehman, US-amerikanischer Drehbuchautor
- 1916 - Richard Fleischer, US-amerikanischer Regisseur
- 1916 - Ernst Maria Lang, Architekt und Karikaturist in München
- 1918 - Gérard Souzay, französischer Sänger
- 1919 - Mieczysław Weinberg, russischer Komponist
- 1921 - Terence Morgan, britischer Schauspieler
- 1922 – Gerhard Löwenthal, deutscher Journalist
- 1923 - Pio Taofinu’u, emeritierter Erzbischof von Samoa-Apia und Kardinal
- 1925 – Sammy Davis jr., US-amerikanischer Unterhalter
- 1925 – Jimmy Smith, US-amerikanischer Musiker
- 1926 – Joachim C. Fest, deutscher Publizist
- 1927 – Niklas Luhmann, deutscher Soziologe und Systemtheoretiker
- 1929 - Jakob Deffner, deutscher Politiker und Gewerkschafter
- 1929 – Arnulf Rainer, österreichischer Maler
- 1930 – Maximilian Schell, schweizerischer Schauspieler
- 1932 – Charly Gaul, luxemburgischer Radrennfahrer
- 1932 - Eusébio Oscar Scheid, Erzbischof von Rio de Janeiro und Kardinal
- 1935 - Tatjana Jakowlewna Satulowskaja, russische Großmeisterin im Schach
- 1935 – Hans-Jürgen Syberberg, deutscher Regisseur
- 1936 – Helmut Markwort, deutscher Journalist
- 1936 – David Carradine, US-amerikanischer Schauspieler
- 1937 – Margot Werner, deutsche Schauspielerin und Sängerin
- 1939 – Jerry Butler, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1939 – James Galway, irischer Flötist
- 1941 – Geoff Hurst, englischer Fußballspieler, Schütze des Wembley-Tors
- 1941 - Katrin Sello, deutsche Kunsthistorikerin
- 1942 – Bobby Elliott, britischer Musiker (The Hollies)
- 1942 – Mario Savio, US-amerikanischer Bürgerrechtler
- 1943 – James Douglas Morrison, US-amerikanischer Rock'n'Roll-Sänger "The Doors"
- 1943 – Lee Pickens, US-amerikanischer Musiker
- 1944 – Georg Baker, niederländischer Sänger und Songschreiber
- 1945 – Maryla Rodowicz, polnische Sängerin
- 1947 – Gregg Allman, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber (Allman Brothers)
- 1947 – Thomas Robert Cech, US-amerikanischer Biochemiker, Nobelpreis für Chemie 1989
- 1949 – Ray Shulman, britischer Musiker
- 1949 – Nancy Meyers, US-amerikanische Regisseurin und Drehbuchautorin
- 1951 - Hans-Ulrich Jörges, deutscher Journalist
- 1953 – Kim Basinger, US-amerikanische Schauspielerin
- 1953 - Władysław Kozakiewicz, polnisch-deutscher Leichtathlet
- 1955 – Martin Semmelrogge, deutscher Schauspieler
- 1959 – Paul Rutherford, britischer Sänger der Gruppe "Frankie goes to Hollywood"
- 1962 – Berry van Aerle, niederländischer Fußballspieler
- 1967 – Sinéad O'Connor, irische Musikerin
- 1982 - DeeDee Trotter, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
Gestorben
- 899 – Arnulf von Kärnten, ostfränkischer König und römisch-deutscher Kaiser
Kaiser
- 1558 - Johann Forster, Theologe
- 1722 – Elisabeth Charlotte von der Pfalz (Liselotte von der Pfalz) Herzogin von Orléans und Schwägerin von Ludwig XIV.
- 1735 - Andreas Faistenberger, tiroler Maler und Bildhauer
- 1793 – Madame Dubarry, Mätresse Ludwigs XV. von Frankreich
- 1830 – Benjamin Constant, französischer Politiker und Schriftsteller
- 1841 – Johann Heinrich Dannecker, deutscher Bildhauer
- 1859 – Thomas de Quincey, englischer Schriftsteller
- 1864 – George Boole, englischer Mathematiker, Begründer der Boolesche Algebra
- 1903 – Herbert Spencer, englischer Philosoph
- 1907 – Oskar II., König von Schweden
- 1908 – Joseph Zemp, schweizerischer Politiker
- 1938 – Friedrich Glauser, schweizerischer Schriftsteller
- 1940 – Louis Pinck, katholischer Geistlicher
- 1955 – Hermann Weyl, deutscher Mathematiker
- 1963 – Sarit Dhanarajata, thailändischer General, Politiker und Ministerpräsident
- 1969 - Karl Fiehler, Politiker der NSDAP und Münchner Oberbürgermeister von 1933 bis 1945
- 1973 – Willy Reichert, deutscher Schauspieler
- 1977 – Clarice Lispector, brasilianische Schriftstellerin
- 1978 – Golda Meïr, israelische Politikerin, Ministerpräsidentin
- 1980 – John Lennon, englischer Musiker (erschossen)
- 1982 – Marty Robbins, US-amerikanische Sänger
- 1986 - Bawa Muhaiyaddeen, Sufi-Heiliger aus Sri Lanka
- 1989 – Max Grundig, deutscher Industrieller
- 1989 – Hans Hartung, deutscher Künstler
- 1990 - Tadeusz Kantor, polnischer Theaterkünstler
- 1990 – Martin Ritt, US-amerikanischer Regisseur und Schauspieler
- 1994 – Antonio Carlos Jobim, brasilianischer Komponist
- 1999 – Franjo Tudjman, in Zagreb; kroatischer Geschichtswissenschaftler und Präsident der Republik Kroatien seit 1992 ( - 14. Mai1922)
- 2000 – Rolf Heyne, deutscher Verleger
- 2003 – Rubén González, kubanischer Musiker
- 2004 – Dimebag Darrell, in Columbus, Ohio; amerikanischer Thrash Metal-Gitarrist ( - 20. August 1966)
- 2004 – Carlos Meza, in Panama-Stadt, Panama; kolumbianischer Profi-Boxer im Bantamgewicht ( - 24. Dezember 1977)
- 2004 – Effi Biedrzynski, deutsche Schriftstellerin
- 2004 – José Libertella, italienisch-argentinischer Musiker
Feier- und Gedenktage
- Unbefleckte Empfängnis oder auch "Mariä Empfängnis" – katholisches Fest und Feiertag in vielen Ländern (unter anderem in Argentinien, Italien, Österreich, Teilen der Schweiz, ...)
- Johannes von Damaskus
Siehe auch
- 7. Dezember – 9. Dezember
- 8. November – 8. Januar
- Historische Jahrestage – Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel – Wikipedia:Formatvorlage Tag
1208
ja:12月8日
ko:12월 8일
simple:December 8
th:8 ธันวาคม
1947
Politik und Weltgeschehen
- 1. Januar: Philipp Etter wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Verstaatlichung der Bergwerke in Großbritannien
- 1. Januar: Gründung der „Bizone“: Die amerikanische und die britische Besatzungszone werden zu einem einheitlichen Wirtschaftsraum zusammengefasst. Die französische Zone wird später angeschlossen
- 1. Januar: Niederlande wird Mitglied in der UNESCO
- 22. Januar: Ecuador wird Mitglied in der UNESCO
- 10. Februar: Friedensverträge mit Finnland, Italien, Ungarn, Rumänien und Bulgarien
- 25. Februar: Der Alliierte Kontrollrat der Siegermächte des II. Weltkriegs löst durch Gesetz Nr. 46 endgültig den Staat Preußen auf
- 1. März: Der IWF nimmt seine Arbeit auf
- 6. März: Liberia wird Mitglied in der UNESCO
- 8. März: Gründung des Demokratischen Frauenbundes in Berlin
- 12. März: Truman-Doktrin, Beginn der amerikanischen Containment-Politik
- 1. April bis 10. April: bei Mont Pèlerin in der Schweiz treffen sich 36 Liberale auf Einladung Friedrich Hayeks, Gründung der Mont Pelerin Society
- 10. April: Syrien wird Mitglied in der IBRD (Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung) und IWF (Internationaler Währungsfonds) und der Weltbank
- 28. April: Zwei frühere Esperanto-Weltverbände vereinigen sich unter dem alten Namen „Universala Esperanto-Ascoio“
- 3. Mai: Die neue japanische Verfassung tritt in Kraft
- 3. Juni: Der britische Vizekönig Mountbatten gibt den Plan zur Teilung Indiens bekannt, der mit der Gründung Pakistans zwei Monate später vollzogen wird
- 5. Juni- US-Außenminister George Marshall gibt vor der Harvard-Universität die Grundlagen des Marshall-Planes zur Unterstützung Europas bekannt
- 14. Juni: Die sowjetische Militäradministration errichtet die „Deutsche Wirtschaftskommission“ (DWK) als Leitinstanz der Zentralverwaltungen der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ)
- 14. Juni: Der Farmer Mac Brazel findet auf einer von ihm verwalteten Farm ungewöhnliche Trümmerteile. Das gefundene mattsilbrige Material wird knapp 40 Jahre später als UFO-Absturz von Roswell berühmt
- 10. Juli: Die „Exodus“ läuft aus dem Hafen von Sète mit Ziel Palästina aus. Das Schicksal ihrer Passagiere wird die internationale Meinung zugunsten der Gründung des Staates Israel maßgeblich beeinflussen
- 26. Juli: In den USA tritt der National Security Act in Kraft. Darin werden unter anderem die Schaffung des US-Verteidigungsministerium, der US Air Force und der Central Intelligence Agency verfügt
- 14. August: Gründung des Staates Pakistan
- 15. August: Der Mountbattenplan tritt in Kraft. Indien erhält seine Unabhängigkeit
- 18. August: Erste Nachkriegs-Export-Messe in Hannover wird eröffnet
- 29. August: Kuba wird Mitglied in der UNESCO
- September: Im Weinbaugebiet von Bordeaux wird ein extrem guter Wein eingebracht. Insbesondere in Saint-Emilion und Pomerol sind die Weine von phantastischer Qualität
- 30. September: Andrei Alexandrowitsch Schdanow hält seine berühmt gewordene Rede zur Zwei-Lager-Theorie auf der Gründungsversammlung des Kominform
- 30. September: Pakistan und Jemen werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen
- 27. Oktober: Luxemburg wird Mitglied in der UNESCO
- 30. Oktober: Hongkong wird Mitglied in der Welthandelsorganisation WTO
- 31. Oktober: Kolumbien wird Mitglied in der UNESCO
- 8. November: Uruguay wird Mitglied in der UNESCO
- 16. Dezember: Honduras wird Mitglied in der UNESCO
- 30. Dezember: König Michael I. von Rumänien dankt ab, Rumänien wird eine kommunistische Volksrepublik
Wissenschaft und Technik
- 14. Oktober: Chuck Yeager durchbricht offiziell als erster Mensch die Schallmauer in seiner Bell X-1 in etwa 15.000m Höhe
Kultur
- 4. März: Uraufführung der Oper Die Flut von Boris Blacher in Dresden
- 29. März: Uraufführung der Oper Albert Herring von Benjamin Britten in Glyndebourne
- 19. April: Uraufführung der Oper Veronika von Rafael Kubelik in Brünn, (Brno)
- 3. Juni: Uraufführung der Oper Les mamelles de Tirésias von Francis Poulenc an der Opéra-Comique in Paris
- 6. August: Uraufführung der Oper Dantons Tod von Gottfried von Einem bei den Salzburger Festspielen
- 25. Oktober: Uraufführung der Oper Genoveva von Natanael Berg am Kungliga Teatern in Stockholm
- Erstmaliges stattfinden der Bachwoche Ansbach
- Erstmalige Vergabe des Tony Awards
Katastrophen
- 16. April: Explosion der mit Ammoniumnitrat beladenen Frachtschiffe Grandcamp (Frankreich) und Highflyer (USA) im Hafen von Texas City (Texas, USA). 486 Tote, über 100 Vermisste, 3000 Verletzte, Hunderte Obdachlose und 65 Millionen US-Dollar Schaden
- 30. Mai: Nähe Baltimore, Maryland, USA. Eine DC-4 der Eastern Airlines auf dem planmäßigen Flug von Newark, New Jersey nach Miami, Florida stürzt kurz vor dem regulären Zwischenstopp in Baltimore in ein Waldgebiet. Alle 53 Menschen an Bord sterben
- 28. Juli: Explosion des mit Ammoniumnitrat beladenen Frachtschiffs Ocean Liberty (Norwegen) im Hafen von Brest (Frankreich). 21 Tote, über 100 Verletzte und 2 Millionen Pfund Sterling Schaden an Land
- 2. August: Absturz der Star Dust in den Anden
- 24. Oktober: Bryce-Canyon-Nationalpark, Utah, USA. Eine DC-6 der United Airlines stürzt kurz vor dem Flughafen ab. Alle 52 Menschen sterben
- 22. Dezember: Zugunglück auf der Strecke Niederlahnstein-Neuwied. 41 Tote, 75 Verletzte
Sport
- 18. Mai: erstmaliges Motorradrennen am Norisring
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
1. Halbjahr
- 1. Januar: Jane Olivor, US-amerikanische Pop-Sängerin
- 2. Januar: Ute Erdsiek-Rave, deutsche Politikerin
- 2. Januar: Eberhard Figgemeier, Redakteur für Sport beim ZDF
- 5. Januar: Rita Kühne, deutsche Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 5. Januar: Joachim Vobbe, deutscher Alt-katholischer Bischof
- 5. Januar: Jörg Swoboda, Pastor des Bundes evangelisch-freikirchlicher Gemeinden (Baptisten)
- 8. Januar: David Bowie, britischer Musiker
- 8. Januar: Igor Ivanov (Schachspieler), Schachprofi
- 8. Januar: Samuel Schmid, Schweizer Politiker
- 8. Januar: William Bonin, Serienmörder († 1996)
- 9. Januar: Juri Nikolajewitsch Balujewski, russischer General
- 10. Januar: Peer Steinbrück, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen
- 10. Januar: George Alec Effinger, Science-Fiction-Autor († 2002)
- 13. Januar: Jürgen Linden, Politiker und Oberbürgermeister der Stadt Aachen
- 14. Januar: Ina Deter, deutsche Musikerin
- 14. Januar: Peter Nogly, deutscher Fußballspieler
- 14. Januar: Hans Fehr, Schweizer Politiker
- 15. Januar: Michael Schanze, deutscher Sänger, Buchautor und Fernsehmoderator
- 16. Januar: Sandy Denny, britische Sängerin († 1978)
- 16. Januar: Karl-Heinz Klär, deutscher Politiker
- 17. Januar: Herman van Dijk, niederländisch Ökonometriker
- 18. Januar: Horst Engel, deutscher Politiker
- 18. Januar: Kitano Takeshi, japanischer Regisseur und Schauspieler
- 19. Januar: Leszek Balcerowicz, polnischer Wirtschaftswissenschaftler und Politiker
- 19. Januar: Rod Evans, Sänger
- 20. Januar: Anton Schindling, deutscher Historiker
- 20. Januar: Dag Jostein Fjærvoll, norwegischer Politiker der Kristelig Folkeparti
- 21. Januar: Andrzej Bachleda, ehemaliger polnischer Skirennläufer
- 22. Januar: Ingrid Puganigg, österreichische Schriftstellerin
- 23. Januar: Megawati Sukarnoputri, Präsidentin Indonesiens
- 23. Januar: Jürg Frischknecht, Schweizer Journalist und Schriftsteller
- 26. Januar: Robert Cailliau, belgischer Informatiker
- 26. Januar: Patrick Dewaere, französischer Schauspieler († 1982)
- 29. Januar: David Byron, englischer Musiker († 1985)
- 29. Januar: Jochen Sanio, Präsident der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
- 29. Januar: Linda B. Buck, US-amerikanische Neurophysiologin
- 1. Februar: Gaston Rahier, belgischer Motocrossfahrer († 2005)
- 3. Februar: Dave Davies, englischer Musiker
- 3. Februar: Georg Jarzembowski, MdEP, Regierungsdirektor a. D
- 3. Februar: Paul Auster, US-amerikanischer Schriftsteller und Regisseur
- 5. Februar: Benoît Jacquot, französischer Drehbuchautor und Filmregisseur
- 6. Februar: Horst-Wolfram Kerll, deutscher Diplomat
- 7. Februar: Jürgen Türk, deutscher Politiker und MdB
- 7. Februar: John Weathers, Musiker
- 7. Februar: Ruth Aspöck, Schriftstellerin
- 9. Februar: Joe Ely, Country-Sänger und Songwriter
- 9. Februar: Heinz Bömler, Künstler
- 10. Februar: Louise Arbour, kanadische Richterin und UN-Hochkommissar für Menschenrechte
- 11. Februar: Gerd B. Achenbach, deutscher Philosoph
- 11. Februar: Derek Shulman, Musiker
- 12. Februar: Urs Faes, Schweizer Schriftsteller
- 13. Februar: Jerzy Montag, Rechtsanwalt und Politiker
- 13. Februar: Mike Krzyzewski, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 14. Februar: Jochen Welt, deutscher Politiker, MdB
- 14. Februar: Herman Rechberger, in Finnland lebender österreichischer Musiker und Komponist
- 14. Februar: Tim Buckley, Singer/Songwriter aus den USA († 1975)
- 15. Februar: Dagmar Käsling, deutsche Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 15. Februar: Wencke Myhre, Schlagersängerin
- 15. Februar: John Adams (Komponist), US-amerikanischer Komponist
- 16. Februar: Veríssimo Correira Seabra, ehemaliger Präsident von Guinea-Bissau († 2004)
- 16. Februar: Toni Bortoluzzi, Schweizer Politiker und Nationalrat
- 18. Februar: Carlos Lopes, potugiesischer Leichtathlet
- 19. Februar: Wulf von Schimmelmann, deutscher Manager, Vorstandsvorsitzender der Postbank
- 20. Februar: Henry Hübchen, deutscher Film- und Theater-Schauspieler
- 20. Februar: Peter Strauss, US-amerikanischer Schauspieler
- 21. Februar: Olympia Snowe, US-amerikanische Politikerin
- 21. Februar: Stephen Hadley, US-Sicherheitsberater von US-Präsident George W. Bush
- 22. Februar: Antje-Katrin Kühnemann, deutsche Fernsehmoderatorin und Ärztin
- 22. Februar: Tanja May, deutsche Schlagersängerin
- 25. Februar: Lee Evans, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 26. Februar: Sandie Shaw, britische Popsängerin
- 27. Februar: Gidon Kremer, lettischer Violinist
- 27. Februar: Mike Montgomery, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 27. Februar: Alan Guth, US-amerikanischer Physiker
- 28. Februar: Włodzimierz Lubański, polnischer Fußballspieler
- 1. März: Peter Tettinger, deutscher Jurist († 2005)
- 1. März: Klaus Uwe Benneter, deutscher Politiker
- 2. März: Michael Frenzel, deutscher Manager
- 2. März: Wolfgang Wodarg, deutscher Politiker
- 2. März: Hans-Hermann Wendhausen, deutscher Politiker und MdL
- 2. März: Søren Kragh-Jacobsen, Regisseur
- 2. März: Juri Wladimirowitsch Matijassewitsch, russischer Mathematiker
- 3. März: Takeo Ischi, japanischer Sänger und Jodler
- 3. März: Jennifer Warnes, US-amerikanische Sängerin
- 4. März: Uschi Brüning, deutsche Jazz-Sängerin und Soul-Sängerin
- 4. März: Jan Garbarek, Saxophonist, Jazz-Musiker
- 5. März: Nobuhiko Hasegawa, japanischer Tischtennisspieler
- 6. März: Rob Reiner, US-amerikanischer Filmregisseur, Filmproduzent und Schauspieler
- 6. März: Dick Fosbury, US-amerikanischer Leichtathlet
- 7. März: Wolfgang Grotthaus, deutscher Politiker
- 7. März: Walter Röhrl, deutscher Rennfahrer
- 9. März: Keri Hulme, neuseeländische Schriftstellerin
- 10. März: Kim Campbell, kanadische Politikerin
- 12. März: Peter Harry Carstensen, deutscher Politiker, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein
- 12. März: Kalervo Palsa, finnischer Maler des Expressionismus († 1987)
- 13. März: Beat Richner, Kinderarzt und Musiker
- 14. März: Billy Crystal, US-amerikanischer Komiker, Schauspieler und Regisseur
- 15. März: Ry Cooder, Musiker
- 15. März: Franz Schuh (Autor), österreichischer Schriftsteller und Essayist
- 15. März: Federico Peña, Verkehrsminister (United States Secretary of Transportation)
- 16. März: Keith Devlin, britischer Mathematiker und Wissenschaftsjournalist
- 19. März: Inge Bödding, deutsche Leichtathletin
- 19. März: Joseph-Theodor Blank, deutscher Politiker
- 19. März: Erika Zuchold, Turnerin, Weltmeisterin
- 19. März: Glenn Close, US-amerikanische Schauspielerin
- 20. März: John Boswell, Historiker († 1994)
- 20. März: Samuel Kobia, kenianischer Theologe und ÖRK-Generalsekretär
- 22. März: Jelena Hoffmann, deutsche Politikerin und MdB
- 22. März: André Heller, österreichischer Liedermacher, Poet
- 23. März: Christiane Brunner, Schweizer Anwältin, Gewerkschaftlerin und Politikerin
- 24. März: Aurora Lacasa, hauptsächlich in der DDR Schlagersängerin
- 25. März: Elton John, britischer Sänger, Komponist und Pianist
- 26. März: Subhash Kak, indischer Dichter, Philosoph und Wissenschaftstheoretiker
- 27. März: Brian Jones (Flugpionier), britischer Flugpionier
- 27. März: Aad de Mos, niederländischer Fußballtrainer
- 29. März: Michael Bauer (Journalist), deutscher Journalist
- 1. April: Ingrid Steeger, deutsche Schauspielerin
- 2. April: Emmylou Harris, Country-Sängerin
- 2. April: Camille Paglia, Kunst- und Kulturhistorikerin
- 4. April: Frank Spieth, deutscher Politiker
- 4. April: Salvatore Sciarrino, italienischer Komponist
- 5. April: Gloria Macapagal Arroyo, Präsidentin der Philippinen
- 6. April: Christel Riemann-Hanewinckel, deutsche Politikerin
- 6. April: John Ratzenberger, US-amerikanischer Schauspieler
- 7. April: Florian Schneider-Esleben, deutscher Musiker
- 8. April: Steve Howe, britischer Gitarrist
- 8. April: Michael Holzach, deutscher Journalist und Buchautor († 1983)
- 8. April: Pascal Lamy, französischer Politiker
- 8. April: Larry Norman, Sänger und Komponist
- 8. April: Randy Stonehill, Sänger und Komponist
- 10. April: Bunny Wailer, jamaikanischer Raggae-Musiker
- 11. April: Hartmut Barth-Engelbart, deutscher Autor
- 11. April: Uli Edel, deutscher Filmregisseur
- 12. April: Tom Clancy, US-amerikanischer Schriftsteller
- 12. April: David Letterman, US-amerikanischer Talkmaster
- 13. April: Holger Schwiers, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 13. April: Reto Hänny, Schweizer Schriftsteller
- 15. April: Sepp Krassnitzer, österreichischer Musiker
- 15. April: Lois Chiles, Schauspielerin, Dozentin
- 16. April: Gerry Rafferty, britischer Sänger und Songwriter
- 16. April: Fred Viebahn, deutscher Schriftsteller
- 16. April: Kareem Abdul-Jabbar, US-amerikanischer Basketballspieler
- 17. April: Albert Dess, deutscher Europaabgeordneter
- 17. April: Albert Deß, deutscher Politiker
- 17. April: Achim Großmann, deutscher Politiker
- 17. April: Werner Hackmann, Präsident der Deutschen Fußball Liga
- 17. April: Sherrie Levine, US-amerikanische Fotographin und Konzeptkünstlerin
- 18. April: Konradin Groth, deutscher Trompeter
- 18. April: Jerzy Stuhr, polnischer Schauspieler und Regisseur
- 18. April: Moses Blah, Staatspräsident von Liberia
- 19. April: Murray Perahia, Pianist
- 19. April: Michael Herbricht, Politiker der Partei Die Republikaner
- 19. April: Norbert Conrad Kaser, Südtiroler Dichter († 1978)
- 21. April: Iggy Pop, US-amerikanischer Rocksänger, Komponist und Schlagzeuger
- 22. April: Cornelius Horan, ehemaliger katholischer Priester aus Irland
- 23. April: Christer Pettersson, Hauptverdächtigter der Ermordung des schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme († 2004)
- 23. April: Reinhard Schwabenitzky, österreichischer Regisseur und Drehbuchautor
- 24. April: Josep Borrell, spanischer Politiker
- 25. April: Johan Cruijff, niederländischer Fußballspieler
- 26. April: David Byrne (Politiker), irischer Politiker, bis November 2004 EU-Kommissar
- 27. April: Pete Ham, britischer Rocksänger und -gitarrist († 1975)
- 28. April: Ernst Pfister, deutscher Politiker
- 29. April: Jim Ryun, US-amerikanischer Politiker und ehemaliger Leichtathlet
- 30. April: Thomas Goppel, deutscher Politiker
- 30. April: Karin von Welck, Professorin, Kultursenatorin in Hamburg
- 1. Mai: Jacob Bekenstein, Israelischer Physiker
- 1. Mai: Danilo Popivoda, jugoslawischer ehemaliger Fußballspieler
- 2. Mai: Philippe Herreweghe, belgischer Dirigent
- 3. Mai: Götz Aly, deutscher Journalist und Historiker
- 5. Mai: Malam Bacai Sanhá, ehemaliger Präsident von Guinea-Bissau
- 8. Mai: H. Robert Horvitz, Professor für Biologie
- 9. Mai: Dieter Rampl, Münchner Unternehmer
- 9. Mai: Peter Planyavsky, österreichischer Organist und Komponist
- 10. Mai: Angelika Graf, deutsche Politikerin und MdB
- 10. Mai: Rainer Fornahl, deutscher Politiker
- 11. Mai: Hansjürgen Garstka, Datenschutzbeauftragte des Landes Berlin
- 12. Mai: Georg von Rauch, deutscher Terrorist († 1971)
- 13. Mai: Irmgard Möller, deutsche Terroristin und Mitglied der Rote Armee Fraktion
- 14. Mai: Karin Struck, deutsche Schriftstellerin
- 14. Mai: Martin Böttger, deutscher Bürgerrechtler und Politiker
- 14. Mai: Klaus-Peter Thaler, deutscher Radrennfahrer
- 14. Mai: Hans Orsolics, österreichischer Boxer und Sänger
- 15. Mai: Paulo de Carvalho, portugiesischer Sänger populärer Musik
- 17. Mai: Andrew Latimer, britischer Musiker und Gründungsmitglied der Band Camel
- 17. Mai: Michael Wolffsohn, deutscher Historiker und Politologe
- 19. Mai: Barbara Schöne, deutsche Schauspielerin und Sängerin
- 19. Mai: Maude Barlow, kanadische Schriftstellerin und Aktivistin
- 20. Mai: Sky du Mont, argentinischer Schauspieler
- 20. Mai: Bernhard Paul, österreichischer Zirkusdirektor, Regisseur und Clown
- 23. Mai: Hans-Jürgen Pohmann, ehemaliger deutscher Tennisspieler und Journalist
- 27. Mai: Hans-Peter Repnik, deutscher Politiker und MdB
- 27. Mai: Said (Schriftsteller), iranischer Schriftsteller
- 28. Mai: Zahi Hawass, ägyptischer Archäologe
- 28. Mai: Frangis Ali-Sade, aserbaidschanische Pianistin und Komponistin
- 29. Mai: Gene Robinson, anglikanischer Bischof der Episcopal Church in den USA in New Hampshire
- 29. Mai: Astrid Proll, Mitbegründerin der Roten Armee Fraktion
- 30. Mai: Wolfgang Seeliger, deutscher Dirigent
- 30. Mai: Erik Spiekermann, deutscher typografischer Gestalter und Schriftentwerfer
- 31. Mai: Gabriele Hinzmann, deutsche Leichtathletin
- 1. Juni: Georg Elwert, deutscher Ethnosoziologe († 2005)
- 1. Juni: Konstantin Wecker, deutscher Musiker, Liedermacher, Komponist und Autor
- 1. Juni: Ron Dennis, Formel 1 Teamchef von McLaren-Mercedes
- 2. Juni: Heiderose Berroth, deutsche Politikerin, MdL
- 2. Juni: Eckhard Naumann, deutscher Politiker
- 3. Juni: John Dykstra, Spezialeffekt-Experte
- 4. Juni: Viktor Klima, Politiker, österreichischer Bundeskanzler, Manager
- 4. Juni: Hanspeter Latour, Schweizer Fußballtrainer und ehemaliger Spieler
- 5. Juni: David Hare, britischer Dramatiker und Filmregisseur
- 6. Juni: David Blunkett, britischer Politiker, Innenminister
- 6. Juni: Peter Lenk, ist ein deutscher Bildhauer
- 8. Juni: Julie Driscoll, britische Sängerin
- 8. Juni: Eric F. Wieschaus, US-amerikanischer Biochemiker und Nobelpreisträger
- 9. Juni: Betty Mahmoody, US-amerikanische Autorin
- 13. Juni: Alan G. Lafley, seit 2000 CEO von Procter & Gamble
- 14. Juni: Barry Melton, US-amerikanischer Gitarrist
- 16. Juni: Günther Kaufmann, deutscher Schauspieler
- 16. Juni: #NAME?, Schweizer Autor und Kolumnist
- 17. Juni: Jógvan Arge, Autor und Politiker der Färöer
- 18. Juni: Hanns Zischler, deutsche Filmschauspieler
- 18. Juni: Godelieve Quisthoudt-Rowohl, deutsche Politikerin
- 19. Juni: Salman Rushdie, britischer Schriftsteller
- 20. Juni: Werner Dreibus, deutscher Politiker
- 20. Juni: Josef Clemens, Kurien-Bischof und Sekretär des Päpstlichen Rates für die Laien
- 21. Juni: Joey Molland, britischer Rocksänger und -gitarrist, Mitglied von Badfinger
- 22. Juni: Jerry Rawlings, ehemaliger Präsident von Ghana
- 22. Juni: Octavia Butler, US-amerikanische Science-Fiction-Autorin
- 22. Juni: Pete Maravich, US-amerikanischer Basketballspieler († 1988)
- 24. Juni: Mick Fleetwood, Rockmusiker
- 25. Juni: Ingrid Franzen, deutsche Politikerin
- 26. Juni: Rainer Stinner, deutscher Politiker und MdB
- 26. Juni: Peter Sloterdijk, Kulturphilosoph
- 26. Juni: Karl Auer, Präsident des Fußballvereins TSV 1860 München
- 28. Juni: Christine Deviers-Joncour, bezahlte Geliebte des franz. Außenministers Roland Dumas
- 29. Juni: Peter Frankenberg, deutscher Geograph und Politiker
- 29. Juni: Brian Herbert, Sohn von Frank Herbert, der als Schöpfer des Dune-Universums bekannt ist
- 30. Juni: Wladimir Wladimirowitsch Petrow, sowjetischer Eishockeyspieler
2. Halbjahr
- 1. Juli: Helga Kühn-Mengel, deutsche Politikerin
- 1. Juli: Albert H. Keil, Pfälzer Mundartdichter
- 2. Juli: Werner Weidenfeld, Professor für politische Systeme und Europäische Einigung
- 2. Juli: Jürg Amann, Schweizer Schriftsteller
- 3. Juli: Rob Rensenbrink, ehemaliger niederländischer Fußballspieler
- 4. Juli: David McWilliams, englisch/irischer Musiker († 2002)
- 5. Juli: Hans-Michael Bock, deutscher Filmhistoriker, Filmmacher und Publizist
- 7. Juli: Gyanendra, König von Nepal
- 7. Juli: Fredl Fesl, niederbayerischer Musiker und Sänger
- 9. Juli: Mitch Mitchell, Schauspieler und Musiker
- 9. Juli: Orenthal James Simpson, US-amerikanischer American Footballstar und Schauspieler
- 10. Juli: Sven Pedersen, dänischer Schach- und Fernschachspieler
- 10. Juli: Arlo Guthrie, Musiker
- 12. Juli: Josef Miller, bayerische Politiker
- 12. Juli: Brian May, britischer Gitarrist
- 12. Juli: Henning Kagermann, Physiker
- 13. Juli: Navin Ramgoolam, Premierminister von Mauritius
- 16. Juli: Assata Shakur, US-amerikanische Bürger- und Menschenrechtlerin
- 17. Juli: Dorthe Kollo, dänisch-deutsche Schlagersängerin
- 17. Juli: Camilla Mountbatten-Windsor, Herzogin von Cornwall, zunächste Geliebte und nun Ehefrau von Prince Charles, Herzog von Wales
- 18. Juli: Jörg Ziercke, Präsident des deutschen Bundeskriminalamts
- 19. Juli: Hans-Jürgen Kreische, deutscher Fußballspieler
- 20. Juli: Gerd Binnig, deutscher Physiker und Nobelpreisträger
- 20. Juli: Carlos Santana, Musiker
- 20. Juli: Wilhelm Leber, Stammapostel der Neuapostolischen Kirche
- 21. Juli: Johannes Weinrich, deutscher Terrorist
- 21. Juli: Elisabeth Jeggle, deutsche Politikerin
- 21. Juli: Co Adriaanse, niederländischer Fußballtrainer
- 22. Juli: Don Henley, US-amerikanischer Rockmusiker (The Eagles)
- 23. Juli: Hans-Jürgen Wittkamp, deutscher Fußballspieler
- 23. Juli: Werner Kofler, österreichischer Schriftsteller
- 24. Juli: Ernst Sucharipa, österreichischer Diplomat († 2005)
- 25. Juli: Adolfo Rodríguez Saá, argentinischer Politiker, Präsident von Argentinien
- 26. Juli: Georg Herold, deutscher Bildhauer
- 26. Juli: Klaus Hofbauer, deutscher Politiker
- 28. Juli: Dick Ebersol, Radio- und Fernsehpersönlichkeit, NBC Sports-Präsident
- 28. Juli: Barbara Ferrell, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 29. Juli: Thomas Rosenlöcher, deutscher Schriftsteller
- 30. Juli: Arnold Schwarzenegger, österreichisch-US-amerikanischer Schauspieler und Politiker, Gouverneur von Kalifornien
- 31. Juli: Richard Griffiths, britischer Schauspieler
- 31. Juli: Hans Kaiser, deutscher Politiker
- 31. Juli: Hubert Védrine, französischer Politiker
- 1. August: Günter Baumann, deutscher Politiker und MdB
- 1. August: Jan Tomasz Gross, US-amerikanischer Soziologe und Historiker
- 2. August: Massiel
Chicago
Chicago [] ist eine Stadt im US-Bundesstaat Illinois in den Vereinigten Staaten von Amerika. Mit einer Einwohnerzahl von 2.862.000 (2004) ist sie die drittgrößte Stadt der USA. Der Name leitet sich aus dem Wort Checagou ab, mit dem die Potawatomi-Indianer das Marschland beschrieben, wo später die Stadt gegründet wurde. Das indianische Wort bedeutet sowohl wilde Zwiebeln wie auch Stinktier. Frei übersetzt bedeutete Checagou also soviel wie „Land, das nach Zwiebeln stinkt“. Die Stadt liegt im Bundesstaat Illinois, am Südwestufer des Michigansees. Im Volksmund wird Chicago auch the windy city genannt.
Geografie
Michigansee
Geografische Lage
Chicago liegt im Nordosten Illinois. Laut Daten des United States Census Bureau hat die Stadt eine Fläche von 606,1 km². Gewässer bedecken davon 2,94% (17,8 km²). In Chicago mündete einst der Chicago River in den Michigansee. Allerdings fließt das Wasser des Chicago River seit 1900 nicht mehr in den zur Trinkwassergewinnung genutzten Michigansee, sondern wird über den „Chicago Sanitary & Ship Canal“ in den Illinois und letztendlich in den Mississippi abgeleitet. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 6 Grad Celsius.
Klima
Das Klima in Chicago ist sehr kontinental. Im Sommer ist es sehr heiß, und im Winter extrem kalt. Da die vorherrschenden Winde im Winter aus Alberta kommen, und nicht vom Michigansee, der für die Gebiete in Michigan einen mildernden Einfluß hat, ist die Durchschnittstemperatur in Januar niedriger als etwa in Anchorage (Alaska). Wer bei -20 Grad in der Schlucht zwischen den Hochhäusern der Lasalle Street gestanden hat, wird schnell erkennen, weshalb die Stadt den Spitznamen "The Windy City" hat.
Ausdehnung des Stadtgebiets sowie der nicht eingemeindeten Agglomeration
Seit der Stadtgebieterweiterung von 1960 um den großzügigen Ausbau des Flughafen O’Hares zu ermöglichen, gliedert sich die City of Chicago in 77 Community Areas.
Ein Bild zur räumlichen Aufteilung findet sich hier [http://en.wikipedia.org/wiki/Image:4550393.gif|1]
Darüber hinaus gibt es noch dutzende Vorstädte in neun verschiedenen Counties welche mit dem Stadtgebiet von Chicago verflochten sind, und daher als Agglomeration gelten. Diese Counties sind in Illinois Cook, DuPage, Kane, Kendall, Lake, McHenry und Will County, in Indiana Lake County und in Wisconsin das Kenosha County. Mit mehr als 9,4 Millionen Einwohnern liegt die Metropolregion Chicago an 28. Stelle der Liste der größten Metropolregionen der Welt (Stand 1. Januar 2005). Da die Vorstädte politisch unabhängig sind, fließen keine Steuergelder aus diesen Enklaven, um die zentrale Infrastruktur der Großstadt zu finanzieren. Dies ist insbesonders bei den Schulen wichtig, weil ihre Finanzierung auf den lokalen Grundsteuern zu einem großen Teil erfolgt, mit landesweiten Zuschüssen pro Schüler als Ergänzung.
Greater Chicago beziehungsweise Chicagoland oder Chicago Metropolitan Area stand bei der Entwicklung des Modells der städtischen Zonen des renommierten Stadtgeographen Ernest Burgess um einen Central Business District (CBD) Pate. Den Kern des CBD bildet der sogenannte, von den Hochbahnschleifen umschlossene Loop (Chicago), die Community Area 32 und angrenzende Gebiete.
Geschichte
In den 70er-Jahren des 18. Jahrhunderts errichtete Jean Baptiste Point du Sable - Sohn eines Québecer Kaufmanns und einer schwarzen Sklavin - einen Handelsposten am Tauschplatz der ortsansässigen Indianerstämme Miami, Fox, Sac und Potawatomi. „Der erste weiße Mann der sich hier niederließ, war ein Schwarzer“, werden sie zitiert.
Vom Handelsposten zur Stadt
Dank der verkehrsgünstigen Lage an den Wassertransportwegen des Michigansees, einem der Großen Seen, und des Chicago Rivers gewann der Handelsposten bis Anfang des 19. Jahrhunderts zusehends an Bedeutung. Als Illinois 1818 den USA beitrat und deshalb verkehrstechnisch besser erschlossen werden sollte, erlangte Chicago nach dem Bau der Ost-West Eisenbahnstrecke daher schnell den Ruf als „Tor zum Westen“. Chicago war nun der wichtigste Handelsplatz für Rohstoffe und landwirtschaftliche Produkte weit und breit. Holz kam mit Schiffen aus dem Norden und wurde vor Ort weiterverkauft oder mit der Bahn weitertransportiert, und Lebensmittel brachten die Farmer auf die Märkte, von wo sie dann wiederum problemlos auf Schiffe oder Züge umgeladen und verfrachtet werden konnten. Werkzeuge und sonstige Materialien die (vorerst) nicht oder in unzureichender Menge vor Ort produziert wurden, kamen wiederum aus dem Osten. So wurde aus dem Handelsposten ein Dorf. Am 12. August 1833 wurde Chicago offiziell gegründet und bereits vier Jahre später, 1837, wurde Chicago mit seinen 4200 Einwohnern zur Stadt erhoben.
Rasante Expansion
1837
Von nun an ging es Schlag auf Schlag. Immer mehr Menschen zogen in die Stadt, und der ohnehin bereits ausgeprägte Handel wurde weiter angetrieben, was noch mehr Zuwanderer anlockte. Die Grundstückspreise stiegen rasant an. Drei Jahre lang sollen sie sich täglich verdoppelt haben. Als der 1836 begonnene Bau des „Illinois & Michigan Canals“ zwischen dem Chicago River und dem in den Mississippi mündenden Illinois 1848 fertig gestellt wurde, gab es eine weitere äußerst attraktive Verkehrsroute. Sechs Staaten südlich entlang des Mississippi, sowie drei nördlich, und Regionen entlang des in den Mississippi mündenden Missouri waren nun zusätzlich durch eine breite Wasserstraße erschlossen. Ebenfalls 1848 wurde zudem die erste Eisenbahnstrecke eröffnet, die auch Chicago anfuhr - die „Galena & Chicago Union Railroad“. Seit der Fertigstellung des „Chicago Sanitary Canals“ im Jahr 1900 mündet der Chicago River nicht mehr in den Michigansee, sondern durch den „Illinois & Michigan Canal“ und in weiterer Folge den Illinois in den Mississippi.
1850 hatte Chicago bereits 30.000 Einwohner, und ein Ende des Zustroms war nicht absehbar - zu günstig waren die Rahmenbedingungen am Verkehrsknotenpunkt der USA. 1855 kam es zum „Lager Beer Riot“. Deutsche Siedler kämpften in diesem Aufstand um ihr Recht auch am Sonntag Bier ausschenken zu dürfen. Zwischen dem 8. und dem 10. Oktober 1871 wütete der Große Brand von Chicago, der den Großteil der Stadt zerstörte. Doch rasch wurde die Stadt wieder aufgebaut. Architekten wie Louis Sullivan und später auch Frank Lloyd Wright kamen in die Stadt, die nun als Experimentierfeld für urbane Innovationen diente. 1880 zählte die „wiedergeborene“ Stadt bereits 500.000 Einwohner.
Geburtsstunde des Hochhauses
1880
Zwischen 1880 und 1890 verdoppelte sich die Einwohnerzahl und Chicago zählte nun über eine Million Einwohner. Zwar erlebten die Grundstückspreise in der Innenstadt schon seit der Ernennung zur Stadt immer wieder extreme Anstiege, doch dieses Mal drang man in eine neue Preisdimension vor. Kostete 1m² im Jahr 1880 noch 130 US-Dollar, versiebenfachte er sich bis zum Jahr 1890 fast bis auf 900US-$/m². Um rentabel zu wirtschaften, begannen Grundstückseigner ihre Grundfläche maximal zu nutzen - d.h., es musste höher gebaut werden. Dank neuer Erfindungen wie elektrischer Aufzüge, feuerfesterer Baustoffe, aber vor allem durch die Verwendung von Stahlskeletten im Gebäudebau, wurde dies möglich.
Das Home Insurance Building von 1885 (1931 abgerissen), war das erste Bauwerk, das die neuen technischen Errungenschaften vereinte, und gilt mit seinen zehn Etagen als das erste Hochhaus der Welt. Das 1889 von Dankmar Adler und Louis Sullivan errichtete Auditorium Building wies zudem - neben seiner fast perfekten Akustik - als Neuheit eine Klimaanlage auf. Zwischen 1890 und 1894 wurde das Reliance Building erbaut, welches als Vorläufer der gläsernen Vorhangwandkonstruktion gilt, die später den „internationalen Stil“ bestimmen sollte. Es gilt als Meisterwerk der Ersten Chicagoer Schule.
Ende 19. Jahrhundert
Am 1. Mai 1886 organisierten die Gewerkschaften Chicagos einen Streik, um die Arbeitszeiten von täglich 12 auf 8 Stunden zu reduzieren. Als die Polizei am 3. Mai hart durchzugreifen begann, und Streikende getötet wurden, kam es zu einem Aufstand, der als Haymarket Riot in die Geschichte einging. Das Ende des 19. Jahrhunderts war auch ansonsten keine ruhige Phase. Die Korruption erlebte seine erste Blütezeit. Viele Politiker der Stadt waren käuflich. Etwa ein Viertel der Stadträte besaßen Saloons und waren als „boodlers“ („Geschmierte“) verschrien. Hempstead Washburne, Bürgermeister von 1891 bis 1893 war für seine Wiederwahl mit dem Hinweis „klüger, für einen Mann zu votieren, der bereits genug gestohlen hat, als für einen neuen“. Auch Wahlbetrug stand an der Tagesordnung. Washburne gelang seine Wiederwahl jedenfalls nicht.
1893 bewarb sich Chicago für die Weltausstellung und gewann gegen seine Mitbewerber New York, Washington und St. Louis. Die „World Columbian Exposition“, so hieß die Veranstaltung, dauerte rund fünf Monate und hatte großen Einfluss auf die Entwicklung der Kunst und Architektur dieser Zeit.
World Columbian Exposition
Weitere geschichtliche Ereignisse
- Juli 1918: Als weiße Polizisten sich weigern, bei einer Steinigung eines im See schwimmenden Schwarzen einzuschreiten, folgt ein sechstägiger Aufstand mit 38 Toten.
- ab 1920: Johnny Torrio und Al Capone übernehmen die Kontrolle über große Teile der Stadt.
- Ab 1922 Chicago wird zur Jazzmetropole. Größen wie Louis Armstrong, Earl Hines oder Jelly Roll Morton beleben die "schwarzen Clubs" und prägen den "Chicago Jazz"
- 1933 Weltausstellung des Fortschritts
- 1968 wird die Democratic National Convention von Ausschreitungen in der Stadt begleitet. Später werden die Chicago Seven dafür angeklagt.
- 1974 Fertigstellung des Sears Tower
- 1983 Harold Washington wird Chicagos erster schwarzer Bürgermeister; er kommt 1987 durch einen Herzinfarkt ums Leben
- 13. April 1992 Überflutung vieler Keller in der Innenstadt durch Wassereinbruch in einen stillgelegten U-Bahn-Tunnel
Einwohnerentwicklung
Laut der Volkszählung aus dem Jahr 2000 gibt es in der Stadt 2.896.016 Einwohner, 1.061.928 Haushalte und 632.909 Familien, die in der Stadt ansässig sind. Die Bevölkerungsdichte beträgt 4.923 Einwohner/km². Die Bevölkerung besteht zu 41,97% aus Weißen und zu 36,77% aus Afroamerikanern; 4,41% sind asiatischer Herkunft.
Der Median des Einkommen je Haushalt liegt bei 38.625 US-Dollar, der Median des Einkommens einer Familie bei 42.724 US-Dollar. 19,6% der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze.
Ethnischer Hintergrund von zahlreichen Einwohnern
Die Metropolregion Chicago besitzt eine der weltweit größten polnischen Gemeinden mit etwa 1,65 Millionen Einwohnern polnischer Herkunft. Damit gilt Chicago als zweitgrößte polnische Stadt nach Warschau (ca. 2 Mio. Einwohner), wobei diese Bezeichnung übersieht, dass die Vororte selbständige Kommunen sind und dass ethnische Herkunft für nachfolgende Generationen in Bedeutung abnimmt, besonders bei Kindern aus gemischten Ehen. Dies gilt auch für die zahlreiche Nachkommen deutscher Einwanderer, die in und um Chicago wohnen. Außerdem wohnen in Chicago etwa 150.000 Südslawen (insbesondere Kroaten). Da viele Einwohner irischstämmig sind, findet jedes Jahr im März eine riesige St. Patrick's Day Parade statt. Zur Feier dieses Tages wird auch der Chicago River grün gefärbt. Derzeit gibt es auch ein sehr großes Gebiet im Nordwesten der Stadt, die dadurch auffällt, dass die Schilder auf Geschäften koreanisch beschriftet sind. Ebenfalls gibt es ein Kongressbezirk in Chicago, dessen Zuschnitt eine hispanische Mehrheit im Bezirk sichert.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
St. Patrick's Day
St. Patrick's Day
- Brookfield Zoo
- Adler Planetarium
- John G. Shedd Aquarium
- Clarence Buckingham Memorial Fountain and Garden (gestaltet von Marcel Francois Loyau)
- Lake Shore Drive Apartments (entworfen von Ludwig Mies van der Rohe)
- Sears Tower (von 1974-1998 höchstes Gebäude der Welt) im Loop
- John Hancock Center, ein Hochhaus, zentral in 875 North Michigan Avenue gelegen
- Wrigley-Building, im Auftrag des gleichnamigen Kaugummikonzerns erbaut
- Standard Oil Building (heisst jetzt Aon Center, siehe Amoco Building)
- Green Mills (Stammkneipe des Gangsters Al Capone, noch immer im Stil der 20er Jahre eingerichtet)
Theater
- Drury Lane Water Tower Place
- Goodman Theatre
- Merle Reskin Theatre (ehem. Blackstone Theatre)
- The Second City
- Steppenwolf Theatre
Museen
Steppenwolf Theatre
- Art Institute of Chicago
- Chicago Historical Society http://www.chicagohs.org/
- Field Museum of Natural History
- Museum of Contemporary Art
- Museum of Science and Industry
Musik
Bei der Weiterentwicklung der genuin US-amerikanischen Musikstile von Jazz, Blues und Soul hat die Stadt eine bedeutende Rolle gespielt. Durch eine große wirtschaftlich bedingte Migrationsbewegung zu Beginn der 1920er Jahre sowie die Schließung des Vergnügungsviertels Storyville in New Orleans verlagerte sich das musikalische Zentrum des Jazz zusehends nach Chicago. Bedeutende Musiker wie Louis Armstrong, King Oliver und Jelly Roll Morton waren in der Stadt aktiv. In der Southside, dem Schwarzenviertel der Stadt entwickelte sich ein reges Jazzleben. Es entwickelte sich der sogenannte Chicago Jazz, welcher die Soloimprovisation gegenüber der Kollektivimprovisation stärker in den Vordergrund rückte, und eher zu einer kühlen Spielweise neigte. Der von Gitarre und Mundharmonika geprägte, ländliche Delta-Blues wurde in Chicago elektrifiziert. Es entwickelte sich der sogenannte Chicago Blues. Die Stadt entwickelte sich zu einem bis heute aktiven Zentrum des Blues, geprägt durch Musiker wie Howlin' Wolf, Muddy Waters und Willie Dixon. In den 1960er Jahren entwickelte sich der Chicago Soul, als dessen bekanntester Vertreter Curtis Mayfield gilt. Die Stadt gilt als Geburtsort der House-Music mit ihrer Untergattung Chicago House, und ist auch in der Hip-Hop-Musik einflussreich. Das Chicago Symphony Orchestra gehört zu den besten Orchestern der USA. Weitere bekannte Musiker und Bands der Stadt sind:
- AACM, Association for the Advancement of Creative Musicians, eine Vereinigung von Jazz-Musikern, die sich der Erneuerung der afrikanisch-amerikanischen Musik verpflichtet haben
- Art Ensemble Of Chicago, "Great Black Music, Ancient to the Future", wirkte stilbildend auf den Bereich der ethnisch beeinflußten Jazz-Musik
- Chicago (Band)
- Chevelle, Rockband, 'zweites Zuhause' des Jazz, Blues
- The Blues Brothers, Bluesband
- Kanye West, Rapper und Producer
Sport
Bild:Chicago_Millenium_Park2.jpg
- Chicago Bears (America | | |